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17.03.2017

Eckenbach: "Salafisten rekrutieren zunehmend Jugendliche aus Familien ohne Migrationshintergrund."

Podiumsdiskussion "In Gottes Namen" - Radikalisierung im Glauben.

Jutta Eckenbach, CDU Bundestagsabgeordnete für den Essener Norden und Osten, hatte ins Café Central International geladen. Über 100 interessierte Bürger und Bürgerinnen folgten der Einladung. Am Beispiel des Salafismus wurde diskutiert, wie religiöse Beeinflussung funktioniert und was die Gesellschaft dagegen tun kann.

Mit der engagierten Sozialpolitikerin diskutierten auf dem Podium Professor Haci-Halil Uslucan (Zentrum für Türkeistudien), Halit Pismek (Diplom Theologe), Sadik Cicin (Integrationsrat) und Christian Kromberg (Ordnungsdezernent Stadt Essen). Das Potenzial zur Radikalisierung ist auch in Essen gegeben, wie der Terroralarm am Limbecker Platz und der Anschlag auf den Sikh-Tempel gezeigt haben.

Professor Uslucan informierte über die Ursachen einer Radikalisierung der oftmals Jugendlichen. Die Gründe seien niemals monokausal. Er warb dafür, die elterlichen Erziehungskompetenzen sowie die jugendlichen Kommunikationskompetenzen zu stärken, Es sei wichtig, sich um die Jugendlichen zu kümmern. Eine Vernetzung gefährdeter Jugendlichen mit ungefährdeten Gleichaltrigen sei ebenso hilfreich.

Halit Pismek präsentierte eine Studie über Möglichkeiten der Prävention, Zusammenarbeit und Stärkung gegen gewaltbereiten Salafismus. Fazit der Studie sei, dass die Essener Moscheen ein großes Interesse an einer Mitarbeit hätten. Sadik Cicin ergänzte, dass die Moscheen transparenter werden müssten.

Jutta Eckenbach, die die Veranstaltung mit der Frauen Union Essen und der Jungen Union Essen initiierte, kommentierte die Veranstaltung: „Es gab großen Zuspruch aus dem Publikum zu dieser Debatte. Viele Interessierte versicherten mir, erstmals einen tieferen Einblick erhalten zu haben. Wichtig war mir die Klarstellung, dass Salafisten nicht die Mehrheit, sondern nur eine kleine Minderheit innerhalb des Islam bilden. Daher darf unser hohes Gut der Religionsfreiheit nicht zulasten der vielen anderen friedlichen Muslime vorschnell eingeschränkt werden. Außerdem rekrutieren die Salafisten zunehmend Jugendliche aus Familien ohne Migrationshintergrund, das heißt, das Problem der Radikalisierung reicht in alle Gesellschaftsschichten und auch in deutsche Familien hinein.“

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